Wo selbst Drahtseile nicht mehr ausreichen
Nervenstarker Auftritt des Kirchentellinsfurter Bogenschütze Attila Szres in Berlin
Trotz des Sturmtiefs "Joachim" ließen sich drei Bogenschützen des Bogenwelt Team e.V. Kirchentellinsfurt nicht davon abhalten, nach Berlin aufzubrechen, um vergangenes Wochenende an dem zweiten internationalen Preisgeldturnier, den Berlin Open, teilzunehmen. Gemeinsam mit rund 450 weiteren Bogenschützen aus 32 Nationen galt es am Samstag die Qualifikation bestehend aus 60 Schuss auf 18 Meter zu überstehen, wollte man in das Sechzehntel Finale der besten 32 Schützen einziehen. Alleine das Erreichen des Finalschießens stellte angesichts der Qualität des Teilnehmerfeldes schon eine erhebliche Hürde da. Neben Hobbyschützen tummelten sich jede Menge Welt- und Europameister, Weltcupteilnehmer- und Finalsten und der eine oder andere Weltrekordhalter. Für alle drei Kirchentellinsfurter war es der erste Auftritt überhaupt vor so einem starken Teilnehmerfeld.
Während Engelbert Tschernitsch mit dem Recurvebogen und Sebastian Kuttler mit dem Compoundbogen trotz seiner persönlicher Bestleistung im weiten Teilnehmerfeld landeten, schaffte Attila Szres, ebenfalls mit dem Compound als 25. der Qualifikation, den Sprung ins Finalschießen. Dort traf er zunächst auf den achtplatzierten und von mehreren Herstellern gesponserten deutschen Nationalkaderschützen Markus Laube, den er mit sieben zu drei entzauberte. Im Achtelfinale lief es zunächst sehr schlecht für den Bogenweltschützen. Gegen den Neuntplazierten der Vorrunde, Kai Knechtel (ebenfalls aus Deutschland), lag Szres bereits aussichtslos mit eins zu fünf zurück. Nur ein Punkt trennte Knechtel noch vom Einzug ins Viertelfinale, als Szres seine furiose Aufholjagd begann und das Blatt im Stechen noch für sich wenden konnte. Die schier übermenschliche Leistung an Nervenstärke, Konzentrationsfähigkeit und Siegeswille kann man dabei nur ermessen, wer selbst schon mal an der Schießlinie stand. Selbst die bereits ausgeschiedenen beiden weiteren Bogenwelt Schützen, die sich unter die Zuschauer gemischt hatten, konnten die Freudentränen nicht zurückhalten, als auch die Anspannung von ihnen abfiel. Attila Szres hatte den Einzug unter die besten Acht des Turniers geschafft. Von den psychischen Anstrengungen der ersten beiden Matches gezeichnet, hatte Szres gegen den starken Franzosen De Grandis im Viertelfinale leider keine Chance mehr. Mit sechs zu null Sätzen besiegte der spätere Dritte Attila Szres klar.
Wer Attila Szres einmal schießen sehen möchte, der hat am zehnten März anlässlich der zweiten Tübinger Bogensportmesse die Möglichkeit dazu. Da tritt der Compoundschütze in Tübingen in der Hermann-Hepper-Turnhalle vor heimischem Publikum an. Sein Gegner De Grandis wurde für die Revanche schon eingeladen. Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie unter www.berlin-archery.de und www.bogensport-messe.de.
 Bild: v. r. n. l. Attila Szres und seine stolzen Vereinskollegen Engelbert Tschernitsch und Sebastian Kuttler
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